Nadja Soloviev
Finalist beim Mari Funaki Award for Contemporary Jewellery
Ausstellungseröffnung und Bekanntgabe der Gewinner: 23.8.2016
Ausstellung: 23.08.2016 - 24.09.2016
Gallery Funaki
4 Crossley Street
Melbourne, Australien
Ausstellungseröffnung und Bekanntgabe der Gewinner: 23.8.2016
Ausstellung: 23.08.2016 - 24.09.2016
Gallery Funaki
4 Crossley Street
Melbourne, Australien
Mi 6. Juli, 19 Uhr
Sa 9. Juli, 19 Uhr
täglich 10 bis 20 Uhr
Mi + Sa bis 23 Uhr
Herzlichen Glückwunsch an unsere Studentin Stella Wanisch, die ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes erhalten hat.
Ich setze mich in meiner Arbeit mit gegebenen, bereits existierenden Formen auseinander. Besonders die Gegenstände, deren Zweck ich nur schwer erkennen kann, wecken mein Interesse. Ich bediene mich einer fremdentworfenen Form, die ganz offensichtlich nicht um ihrer Form Willen entworfen wurde, sondern sich einer bestimmten Funktion unterordnet, welche ich entferne und somit eine Betrachtung der Form als eigenständig möglich wird. Das Fehlen von Information, und eine spürbare Abwesenheit ermöglichen eine Neubetrachtung der Form und das Objekt wird zur Projektionsfläche.
Stella Wanisch | tools | Broschen | 2016
Foto: Claudia Holzinger
Pravu Mazumdar (München)
Prof.Kerstin Stakemeier (Nürnbeg)
Gisbert Stach (München)
1. PREIS: ESTHER GLEUWITZ
In ihrem Beitrag zum Danner Klassenwettbewerb 2016 hat Esther Gleuwitz anstelle von fertigen Objekten oder Schmuckstücken ‚Werkzeuge’ präsentiert, die einerseits broschenartige Effekte am Gewebe der Kleidung entstehen lassen, andererseits aber und gerade dadurch das Prinzip der Brosche im engeren und des Schmucks im weiteren Sinne offenbaren. Die kleinen Vorrichtungen bestehen aus einem aus einem Sockel herausragenden Stifft oder mehreren solchen Stiften. Werden diese an der Innenseite eines Kleidungsstücks angebracht, so erzeugen sie durch das Gewebe hindurch broschenähnliche Wölbungen.
Damit wird zum einen die thematische Vorgabe des Wettbewerbs – das Gewebe als Material und Metapher – angesprochen. Denn das Gewebe der Kleidung ist hier zum Material von Schmuck geworden. Zum anderen aber verweist die in den Prozess des Schmucks eingebundene Kleidung auf das Gewebe der Haut. Denn die schmuckartigen Veränderungen an der Außenseite der Kleidung erinnert an die Schwelle, an der durch Betonung und Hervorhebung bestimter Haut- und Körperpartien Schmuck zutage tritt. Somit präsentiert die Arbeit nicht so sehr den Schmuck selbst als Objekt und Ergebnis des Vorgangs seiner Herstellung, sondern eher die Schwelle zum Schmuck. Dadurch begreift man Schmuck als eine flüchtige Erscheinung, die überall und jederzeit am Trägerkörper sichtbar werden kann: als ein ‚Flashmob’ schmuckartiger Veränderungen am Gewebe der Haut oder der Kleidung.
Die Arbeit wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet, weil sie eine einfache, raffinierte und entwicklungsfähige Form darstellt, die auf verschiedenen Ebenen sowohl zum Thema des Wettbewerbs, als auch zu Schmuck als Medium Stellung bezieht.

Esther Gleuwitz | Ohne Titel | 2016 | Abdruck auf Kleidung
2. PREIS: BARBARA POSCH
Die konzeptionelle Schmuckarbeit von Barbara Posch thematisiert das Verschleiern und Verhüllen von Teilen des Körpers. Auf großen Kartons sind hellgraue und weiße Rechtecke aus einem industriellen Kunststoffgewebe platziert. Das starre und anorganisch wirkende Material wird normalerweise als Fliegengitter verwendet. Die Kartonplatten, die der Verpackung der Objekte dienen, werden hier gleichzeitig zur Präsentationsfläche.
Barbara Posch experimentiert mit dem Material Gittergewebe, indem sie kreisrunde Scheiben symmetrisch aus verschieden großen Rechtecken ausschneidet. Die als Set präsentierten Objekte sind zweidimensional angelegt und strahlen eine hohe graphische Ästhetik aus. Eine leichte Veränderung der Position der Scheiben, z. B. durch Drehen, verändert ihre Wirkung der Gitterstruktur deutlich. Das Entscheidende ist, dass die abstrakten Objekte als tragbarer Schmuck konzipiert sind. Wie in einem Bausatz stehen Nadeln zur Befestigung der Objekte am Kleidungsstück zur Verfügung. Am Körper lässt die Gitterstruktur dann an den verdeckten Stellen nur eingeschränkte Durchblicke zu. Das Verdecken und Verschleiern betont sogar die Partien am Körper und macht eher darauf aufmerksam, was es verbergen soll.
In diesem Sinne gelingt es Barbara Posch auf denkbar einfache Weise das Material Gewebe als Schmuck einzusetzen und damit eine hohe Aufmerksamkeit zu erzielen. Für diese überzeugende Serie von Schmuckobjekten erhält Barbara Posch von der Jury den 2. Preis.

Barbara Posch | o | 2016 | Kunststoff, Stahl, Karton
SONDERPREIS: KATJA KÖDITZ
Die Arbeit von Katja Köditz machte für uns die Vergabe eines zusätzlichen Sonderpreises notwendig, da sie in den Video- und Bildarbeiten dem Thema „Gewebe als Material und Metapher“ eine ganz neue Ebene hinzufügte: die Untersuchung unserer Wahrnehmung von Schmuck, unserer Assoziationen mit ihm. Köditz wählte eine freie künstlerische Form um diese Ganz dem Angewandten, der Allgegenwärtigkeit von Gold- und Silberschmiedekunst zu verschreiben. Ihre Arbeiten weichen damit nicht der Anwendung aus, sondern vertiefen deren Verständnis, indem sie ihr unbewusstes, ihr unwillkürliches Auftauchen in unserem Blick nachzeichnen. Eine Perlenkette, die schemenhaft im Testbild auftaucht, Männer die in klassischen Filmszenen letztlich wie Broschen oder Ketten an Frauenfiguren haften, all diese Typen des Formsuchens in unserem kulturellen Unbewussten fügt Köditz zu einem Blick auf den Schmuck zusammen. Köditz eigenständige Medienreflexionen fügen der Erarbeitung von Schmuckstücken eine Ebene hinzu, die letztlich nicht weniger angewandt ist als es die Fertigung von Schmuckstücken ist – nur hier ist es unsere Schmuckwahrnehmung die angewandt wird und der Köditz eine eigene ästhetische Form zukommen lässt.

Katja Köditz | white jewellery | 2016 | StopMotion Video, Loop, sw, Stereo Ton
Klasse für Freie Kunst / Gold-und Silberschmieden
Prof. Suska Mackert
Einzelbesprechung: nach Vereinbarung
Sprechzeiten und Mappentermine: nach Vereinbarung
Kontakt: mackert@adbk-nuernberg.de
www.schmuckundgerät.de
KLASSENBESPRECHUNG
Mittwoch, 10 Uhr
PROJEKTBEGLEITUNG
Alexander Blank
Mittwoch, wöchentlich
FAVORITE THINGS
Recherche / Referat
Termine: Donnerstag, jeweils 13 Uhr
21.04.16 / 12.05.2016 / 19.05.2016 / 02.06.2016 / 16.06.2016 / 23.6.2016
SEMINAR KUNSTTHEORIE
Alena Alexandrova
Situating Objects
Termine:
24.05.2016 (Seminar für alle Semester), 14.00 Uhr
und
25.05 2015 (Absolventen und Einzelbesprechungen), 10.00 Uhr
SEMESTER-WORKSHOP
Benjamin Lignel
Termine:
2.5. bis 5.5.2016, jeweils 10.00 Uhr
Ausstellungen / Projekte:
GUT
Galerie Biró Junior, zu Gast in der Galerie Royal, München
germany’s upcoming talents
22.2.2016 - 28.2.2016
Aus der Klasse für Freie Kunst/ Gold- und Silberschmieden der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg werden Arbeiten von Ann-Kathrin Hartel, René Martin und Nadja Soloviev gezeigt.
Eröffnung: 21.2.16, 11 Uhr
CHAMPAGNER UND JE T'AIME
Ausstellung der Klasse für Freie Kunst / Gold-und Silberschmieden
Akademie Galerie, Nürnberg
19.03.2016 - 17.04.2016
Eröffnung: 18.3.16, 19 Uhr
KLASSENINTERNER DANNERWETTBEWERB
Termin:
18.5.2016, 10 Uhr
Ausstellungsdauer 19.3. - 17.4.2016, Mi-So 14-19 Uhr
Akademie Galerie Nürnberg, Halle 13 auf AEG, Muggenhofer Str. 135, 90429 Nürnberg
Eröffnung am Freitag, 18.3.2016 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer 19.3. - 17.4.2016, Mi-So 14-19 Uhr
Akademie Galerie Nürnberg, Halle 13 auf AEG, Muggenhofer Str. 135, 90429 Nürnberg
Die Klasse für Freie Kunst /Gold-und Silberschmieden interpretiert das Motiv des Gewebes innerhalb seines inhaltlichen und formalen Bedeutungsspektrums neu. Gewebe verstehen die Studierenden von Professorin Suska Mackert dabei sowohl als Material als auch als Prinzip, das auf struktureller Ebene gesellschaftliche Systeme und Prozesse erfasst. Verflechtung, Vernetzung, Verknüpfung, Verbindung gehen im Zeitalter der Digitalisierung als metaphorische Begrifflichkeiten in den alltäglichen Sprachgebrauch ein und wirken
sich auf soziale Gefüge aus. Der Netzwerkgedanke ist ein allgegenwärtiges Phänomen, das in der virtuellen wie auch realen Welt eine zentrale Rolle spielt.
Die ausgestellten Arbeiten erforschen an der Schnittstelle von Kunst und Design die Vorstellung des Gewebes als verbindendes Konstrukt und offenbaren Materialität in ihren spezifischen Qualitäten.
Anlässlich der Sonderschau Schmuck 2016 zeigt die Galerie Biró Junior Arbeiten von Studierenden aus sechs führende Schmuckklassen in Deutschland unter dem Titel germanys upcoming talents, gut.
Mit dabei sind aus der Klasse für Freie Kunst/ Gold- und Silberschmieden Arbeiten von Ann-Kathrin Hartel, René Martin und Nadja Soloviev.
Galerie Biró Junior zu Gast in der Galerie Royal, Luisenstr. 66, 80798 München
Eröffnung: Sonntag, 21. Februar 2016 um 11 Uhr
Ausstellung: 22.02.-28.02., jeweils Mo.-Sa. 11-18h und So. 12-15h
