Einladung zur Intervention im Lichthof des Neuen Museums
Arbeiten von Ann-Kathrin Hartel, René Martin, Markus Pollinger, Susanne Schwarz und Nadja Soloviev.
Fünf Absolventen der Klasse von Prof. Suska Mackert, Freie Kunst / Gold- und Silberschmieden der Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg sind der Einladung des Forums für angewandte Kunst gefolgt und haben Arbeiten entwickelt, die sich mit einzel nen Elementen oder spezifischen Merkmalen des Neuen Museums auseinandersetzen.
Mit Schmuck, Gerät und Performance reagieren die Künstler/innen auf die prägnante Architektur. So entsteht ein Dialog zwischen den Objekten und dem Museum.
Eröffnung: Donnerstag, 17. November 2016, 18 - 20 Uhr
18. November bis 4. Dezember 2016, Mo bis So 10 –18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr
Im Rahmen der
BIENNALE 2016
Ateliertage für Angewandte Kunst
Eine Kooperation des Neuen Museums mit dem Forum für Angewandte Kunst e.V.
Neues Museum, Staatliches Museum für Kunst und Design Nürnberg
Klarissenplatz, 90402 Nürnberg
Die Arbeiten der Preisträgerin sowie der Finalisten werden in den Ausstellungsräumlichkeiten der Sparkasse Kaufbeuren ausgestellt.
Eröffnung: 16.12.2016 um 19 Uhr
Eine Hinführung zu meiner künstlerischen Arbeit ist das Verschwinden, Erinnerung und Übersetzung ihrer Qualitäten ins Objekt. Gefäße zur Erinnerung hat auch den Aspekt der Unmöglichkeit dieses Unterfangens zum Thema.
In der Arbeit Gedächtnis zeichnet ein hauchdünnes Gelatinegefäß sein eigenes Lichtabbild auf eine Fläche, indem ein weißes Rechteck darauf projiziert wird. Um das Lichtbild herum ist ein Raster aus Pixeln zu sehen, das Abbild ist scharf und farbig durch die Lichtbrechung. Hans Beltings Forschung zu Körper und Bild liefert einen möglichen theoretischen Zugang für diese Installation.
both bodies stellt das zerbrechliche Aschegerüst eines Glühkörpers einer Masse aus ballistischer Gelatine gegenüber. Ersterer kann trotz aller Empfindlichkeit das Licht „halten“. Der Gelatineblock hat die Maße eines für kleinkalibrige Schusswaffen üblichen Testvolumens und ist transluzent. Durch Feuchtigkeitsverlust veränderte er im Laufe von Wochen die Form und der Unterdruck verursacht schillernde Sprünge.
links: Gedächtnis, 2015, Installation, Foto: Johannes Kersting
rechts: both bodies, 2016, Glühkörper und Gelatine, Foto: Thomas Bergner
Impressionen der Absolventenausstellung 2016
Markus Pollinger/ René Martin/ Ann-Kathrin Hartel, Susanne Schwarz und Nadja Soloviev/ Clemens Brosinsky (von oben nach unten)
Akademiepreis
für Ann-Kathrin Hartel, Susanne Schwarz und Nadja Soloviev
Die Absolventinnen der Klasse für Freie Kunst/ Gold- und Silberschmieden wurden für Ihre Ausstellung an der Absolventenausstellung mit dem Akademiepreis ausgezeichnet.
Ein Unikat wird geprägt vom Wert des Raren, von der Aura des Kunstwerks, vom Glanz des Individuellen. Teil einer Serie zu sein, mindert diese Effekte nicht, kann jene als Ganzes doch ebenso als Unikat betrachtet werden. Dies gilt vor allem, wenn die Serie auf einem System beruhende Varianten durchspielt, wenn die einzelnen Objekte ihre Form in Beziehung zueinander und zur grundlegenden Idee gewinnen.
Einem Duplikat fehlt der Wert des Seltenen, die Aura und der Glanz der Einzigartigkeit, weil es von ihm schon eins gibt, ein Gleiches, aber Vorangehendes, also Originelleres. Wenn nun aber eine komplette Serie wiederholt wird, würde sie dann nicht in den Rhythmus der Variationen aufgenommen werden, deren übergeordnetes System Vervielfältigung heißt oder Verdopplung?
Text: Neila Kemmer
Oberbayerischer Förderpreis für Angewandte Kunst
1. Preis für Nadja Soloviev
Mit der Din A Reihe untersuche ich Fragen zu Urheberschaft und Partizipation, indem ich den Träger herausfordere bei der Gestaltung des Schmuckstücks mitzuwirken. Durch Knüllen und Falten entstehen neue Formen, die immer wieder verändert werden können und dabei Spuren am Stück hinterlassen. Das Standardformat stellt Bezüge zum alltäglichen Leben her und verweist auf Normen, in welche das Individuum eingreifen kann. Mit der Größe der Stücke ändert sich auch das Verhältnis zum Körper des Trägers und der Bezug zu dessen Umwelt. Während die kleineren Stücke an traditionelle Schmuckideen gekoppelt bleiben wird das Tragen von Din A1 zur Herausforderung und alle Bewegungen bekommen einen performativen Charakter.
Din A/ 2016/ Buchbinderleinen, Aluminium
Einladung
Oberbayerischer Förderpreis für Angewandte Kunst
Arbeiten von Ann-Kathrin Hartel und Nadja Soloviev wurden für die Ausstellung des Oberbayerischen Förderpreises für Angewandte Kunst 2016 ausgewählt.
VERNISSAGE UND PREISVERLEIHUNG
Mittwoch, 14. SEPTEMBER 2016 um 19 Uhr
in der Galerie Bezirk Oberbayern
AUSSTELLUNGSDAUER
15.09. – 4.11.2016
Mo - Do 8 – 17 Uhr, Fr 8 – 13 Uhr, Feiertags geschlossen www.bezirk-oberbayern.de
Einladung zur Absolventenausstellung
Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
20. – 23. Oktober 2016
Eröffnung: Mittwoch, 19. Oktober 2016 um 19 Uhr
Drei Monate nach der Jahresausstellung steht das nächste bedeutende Ereignis im Veranstaltungsprogramm der AdBK Nürnberg an: Die Absolventen begehen den Abschied von ihrer Ausbildungsstätte mit einer Ausstellung, die das gesamte Areal der Akademie umfasst. Bereits zum zweiten Mal bespielt die Absolventenausstellung den Campus – Klassenräume werden zu Ausstellungscubes, Projektsäle wandeln sich in raumgreifende Installationen, Verwaltungsgänge fungieren als Präsentationsplattformen. 36 Studierende aus nahezu allen Klassen beteiligen sich an der Ausstellung, sodass sich das Spektrum künstlerischer Ausdrucksmittel in seiner Gänze entfalten kann. Gezeigt werden Arbeiten, die die Studierenden für ihre künstlerische Entwicklung als wegweisend erachten, bedeutet der Studienabschluss doch auch einen Wendepunkt in der künstlerischen Laufbahn. Die sicheren Gefilde des geschützten Akademieumfeldes werden verlassen und neue Wege beschritten.
Absolventen aus der Klasse für Freie Kunst/ Gold- und Silberschmieden
Clemens Brosinsky
Ann-Kathrin Hartel
René Martin
Markus Pollinger
Susanne Schwarz
Nadja Soloviev
Gestaltung der Grafik: Felix Neumann, Klasse für Grafik-Design/ Visuelle Kommunikation
Absolventenpreis 2016
Mit dem Absolventenpreis 2016 werden die besten Arbeiten der Ausstellung ausgezeichnet. Gestiftet wird er vom Förderverein der AdBK Nürnberg, dem Freunden der Akademie e.V. Die unabhängige Jury formiert sich aus Persönlichkeiten der überregionalen Kunstszene.
Jury 2016
Rhea Dall | Direktorin PRAXES Center for Contemporary Art | Berlin
Mario Kramer | Sammlungsleiter Museum für Moderne Kunst | Frankfurt
Absolventenkatalog
Anlässlich der Absolventenausstellung erscheint ein Katalog, der aktuelle Arbeiten der Studierenden enthält. Gestaltet wird die Publikation von Florian Hemmerlein und Susanne Wohlfart aus der Klasse für Grafik-Design/ Visuelle Kommunikation. Die Schutzgebühr für den Katalog beträgt 15 €.
Marzee Graduate Prize
für René Martin
René Martin erhält für sein Tafelgerät aus geschmiedetem Kunststoff einen Graduatepreis der Galerie Marzee.
Arbeiten der Absolventen Ann-Kathrin Hartel, Nadja Soloviev und Markus Pollinger sind ebenfalls in der International Graduate Show der Galerie Marzee vertreten.
Das Gesamtkonzept beruht auf dem Zusammenspiel zweier gegensätzlicher Räume - das eines fest strukturierten begehbaren Lagers (kleiner Raum) und eines unvorhersehbaren, sich stetig wechselnden On/ Off Spaces (großer Raum). Das Lager beinhaltet eine Bandbreite an Arbeiten der Klasse in alphabetischer Sortierung. Innerhalb der Klasse haben sich verschiedene Teams zusammengefunden, die jeweils eine halbtägige Ausstellung kuratieren. Als Plattform dient hierzu ein 1,50 x 1,50 m großer Sockel, auf dem die ausgewählten Stücke beziehungsweise der Sockel selbst in Form von Ausstellungen interpretiert werden. Die restlichen Werke verbleiben im Lager. Ob performativ, audio-visuell, schrill und bunt oder als intimer Moment: die facettenreiche Imagination und Offenheit der Klasse wird in diesen Einzelausstellungen besonders spürbar. Dadurch offenbaren sich verschiedene Blickweisen auf die Stücke.
Die Wahl des Sockels, als klassisches Ausstellungselement, war eine bewusste Entscheidung der Studierenden. Einerseits als Begrenzungshilfe der zu bespielenden Fläche, andererseits um konventionelle Ausstellungsformen zu hinterfragen und in ihrer Konfrontation aufzubrechen/ neu zu definieren. Die Wechselausstellungen sollen dabei zu einer stärkeren Reaktion beitragen, sowohl in Bezug zum Schmuck als auch zum Körper-Raum Verhältnis.
Ann-Kathrin Hartel, Nadja Soloviev, Markus Pollinger und René Martin
bei der International Graduate Show der Galerie Marzee